Förderung

  • Mensch-Hund-Beziehung
  • Gehorsam
  • Aufmerksamkeit des Hundes
  • Beschäftigung
  • geistige Auslastung
  • körperliche Agilität
  • Spaß miteinander

 

Setter in Aktion

Obedience heißt übersetzt "Gehorsam". Beim Obedience zählt nicht Geschicklichkeit oder Schnelligkeit, sondern vollendete Harmonie im Hund-Mensch-Team. Im Gegensatz zum "Schema F" bei der herkömmlichen Begleithundeausbildung gestalten sich die Übungen für Mensch und Hund viel abwechslungsreicher.


Und somit ist das eigentlich nichts Neues, denn auch bei uns in Deutschland wird viel (Gutes und auch weniger Gutes) an unserem Gehorsam getan - aber... Obedience gestaltet sich wesentlich vielseitiger als das "übliche" Gehorsamstraining auf den meisten Hundeplätzen. Obedience besteht hauptsächlich aus den bekannten Gehorsamsübungen aus der Unterordnung, wie Sitz, Platz, Bei-Fuß-Gehen, Bleib-Übungen (in der Gruppe), Sitz/Steh/Platz aus der Bewegung, Abrufen, Apportieren (Holz- und Metallapportel), Freisprung usw. Aber auch Übungen wie Vorausschicken, Distanzkontrolle und Geruchsunterscheidung (hierbei muss der Hund aus mehreren gleichartigen Gegenständen, die auf dem Boden ausliegen, denjenigen herausfinden, der den Geruch des Hundeführers trägt) kommen vor und es wird die Wesensfestigkeit, vor allem mit anderen Hunden zusammen überprüft.

obedienceBei den Gehorsamsübungen wird viel Wert auf ein harmonisches und freudiges Ausführen der Übungen gelegt (ununterbrochener Blickkontakt zum Hundeführer). Beim Obedience ist die Anzahl der Kommandos vorgegeben. Ob der Hundeführer Worte oder Handzeichen benutzt bleibt ihm überlassen, ebenso welches Wort er für welches Kommando nutzen möchte.

Bei einer Obedience-Prüfung werden nicht (wie bei der BH oder im Gehorsamsteil des THS-Vierkampfes) stur nach "Schema F" bestimmte Schrittfolgen, Richtungswechsel etc. gelaufen, sondern der Ringsteward sagt während der Prüfung die einzelnen Gangarten, Stops, sowie Rechts-, Links- und Kehrtwendungen an. Jede Aktion des Hundeführers darf nur nach Anweisung des Ringstewards erfolgen.
So bleibt jede Prüfung abwechslungsreich und der Hund bleibt beim Arbeiten aufmerksam, weil er nicht ständig das gleiche Schema "abspult" und daher nie weiß, was als nächstes folgt.
Obedience-Prüfungen werden in den Stufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 durchgeführt. Die Durchführungen in den Klassen Beginner-Klasse, Klasse 1 und 2 werden durch die VDH-Obedience-Prüfungsordnung (VDH-OB PO) geregelt. Die Klasse 3 wird durch das FCI-Reglement vorgegeben und entspricht der FCI Internationale-Obedience-Klasse.

Obedience eignet sich für Hunde jeglicher Rasse, Größe und jeglichen Alters. Ebenso ist es für alle Hundeführer geeignet, da keine sportliche Fitness erforderlich ist. Nötig ist aber der Spaß an exaktem Arbeiten mit seinem Hund, wobei die Hauptarbeit des Teams in der Heimarbeit liegt, nicht in der Trainingstunde!